Bilder unserer Jahreshauptversammlung vom 29.September 2017 (Bericht folgt)

  

 

 

 


Liebe Parteimitglieder,
liebe Parteifreunde und und liberale Mitbürger,


nach einem weiteren Jahr, in dem wir uns - nicht nur als kleine Bundespartei, sondern auch als Fraktion in stürmischeren Gewässern seit dem Windrichtungswechsel im Ortschaftsrat - aber auch in der großpolitischen Position doch wacker geschlagen haben, wollen wir ein wenig berichten:

Unter der „neuen“  Ortsvorstandsschaft geht es sehr zügig, zielorientiert, aktiv und engagiert voran.  Das fordert, auch spürbar bei den Räten, zusätzliches Engagement um dieses Tempo nicht versanden zu lassen. Insofern waren und sind Ihre FDP-Räte weiter zusätzlich gefordert und auch engagiert. Wie jedes Jahr betont, sind wir hierbei aber auch auf Anregungen und Hinweise des Souveräns, also unserer Bürger (und Wähler) angewiesen.

ABer auch ohne Anregungen von außen  sind wir unterwegs, um in Ihrem Interesse  Dinge zu installierten, zu veranlassen, anzuregen und durchzusetzen, um Grötzingen immer lebenswerter zu machen und lebendig zu halten:  So wollen wir nachdem wir  - hoffentlich – Gutes getan haben, hier ruhig auch mal darüber reden. Zumal uns in der öfftl. Presse, warum auch immer, in einem Paradigmenwechsel in den letzten Monaten nicht viel Raum eingeräumt war...

Ein Rückblick:

Förmlich unübersehbar, mitten im Ort – täglich und geschäftig:  Endlich wird die Rathaus Fassade restauriert. Die FDP hatte vor rd. vier Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass der Zustand der Fassaden äußerst schlecht ist und eine aus heutiger Sicht wenig fachmännische „Restaurierung“ vor vierzig Jahren einen hohen  Tribut fordert. Obgleich absehbar war, dass  Verzug besteht, hat man sich der Sache nun erst jetzt, endlich angenommen. Höchste Zeit, soweit hätte es aufmerksamer Weise nicht kommen dürfen!

Das Kriegerdenkmal im Schulgarten: Von der FDP in den vergangenen Jahren immer wieder thematisiert, wurde es endlich, endlich versetzt und kommentiert: Es konnte nach unserer Auffassung unmöglich weiter sein, dass wir im „Vorzimmer“ der Gemeinde, am Rathausplatz z.B.,  der ermordeten Mitbürger der NS-Zeit gedenken; im Schulhof, an einer Lehrstätte(!) aber mehr oder weniger denen huldigen, die für diese dunklen Stunden verantwortlich waren. Die Reaktionen der Fraktionen waren von, man „solle das doch ruhen lassen“ bis  „jawohl, zerschottern, zerstören“. Beides wäre falsch gewesen: Das erste selbstredend, das zweite hatten wir schon mal: Kunst die nicht passte, wurde vernichtet, verbrannt...... Wir sind stolz, uns durchgesetzt zu haben und dem Gedenken UND der Mahnung angemessen Raum geschaffen zu haben.

Der im Privatbesitz befindliche Torso des Goldenen Ochsen, unseres Traditionslokales, kam wirtschaftlich nicht voran: Der Erwerber und Bewahrer(!) dieses  wertvollen Anwesens konnte das Objekt nicht so ganz einfach am Markt unterbringen. Die OV und die Räte hatten einen Spagat zwischen öfftl. Interesse (Ansicht im Ortskern, Geschichte und Tradition) einerseits, andrerseits  unzulässiger Hilfe für eine private Unternehmung  zu leisten.  Auch hier hat die FDP das Thema immer wieder hervorgeholt, im Gedächtnis aller gehalten, thematisiert und etliche Denkmodelle geliefert. Es ist ohne Übertreibung im ganz Wesentlichen auf uns zurückzuführen,  dass  die OV es letztendlich geschafft hat, einen solventen Investor zu finden, der sich unseres Ochsen mit Herzblut annehmen wird.

Vor ganz vielen  Jahren hat die FDP die Planung des „Bouleplatz“ hinter dem Edeka-Markt als sportlich, situativ und von der Lage her  als unglückliche und vertane Investition bewertet. Er wurde gleichwohl  dort gebaut – und  führte erwartungsgemäß ein Dornröschenschlaf.....Auch hier ergab das Bohren dicker Bretter in den letzten Jahren die erhoffte Rückbesinnung darauf, was möglich sein muss und ist: Wir bekommen nun einen Bouleplatz in attraktiver Lage, und mit sportlich korrekten Maßen. Mitten im Ort – wo er hingehört, auf dem Niddaplatz. Hier kann Leben stattfinden, Platz, Licht und Kommunikationsräume für alle sind reichlich vorhanden.

Von der FDP stammt auch die Idee und das Grundsatzkonzept, den altwürdigen Farrenstall, in dem Augenblick wo Ersatz für den derzeitig dort untergebrachten Bauhof gefunden ist, zu einem Zentrum für künstlerisch-kulturelle Ereignisse, Unterkünfte und Aktionsräume zu gestalten. Angeregt durch den Verlust der Kolonie hinter dem Hauptbahnhof, könnte hier unter fachlicher Beratung der Stadt etwas Großes, Wertvolles mit Alleinstellungsmerkmal für Grötzingen, das Malerdorf, entstehen. Die OV und die städtischen Stellen haben den Wert des Vorschlags der FDP-Fraktion blitzschnell erkannt und sofort reagiert. Vorplanungen und Ideensammlung sind angelaufen. Es ist zu hoffen, dass uns hier der große Wurf gelingt. Die Resonanz aus Künstlerkreisen ist nicht zu überhören.

Nach mehreren Jahren fast peinlichem, fortwährendem Insistierens durch die FDP-Fraktion ist es unter der neuen OV gelungen, den Zerfall der Möbel aus der Graff-Stiftung zu stoppen, diese einer sinnvollen und angemessenen Verwendung zu zuführen und die Unikate damit zu retten. Wir sind stolz darauf, gegen alle  Widerstände in der Vergangenheit dieses Kulturerbe gesichert zu haben. Leider sind einige Stücke doch unwiederbringlich zerfallen....

Unsere Forderung , sämtliche im Besitz der Gemeinde Grötzingen befindlichen Kunstgegenstände zu archivieren, dokumentieren und  das für die Allgemeinheit zugänglich zu machen und zu halten, fiel auf breite Zustimmung der Räte und OV und wird  - auch finanzierbar - nun verwirklicht.
 

Zwei Dinge konnten wir nichtdurchsetzen:

Die Verhinderung der Sperrung der Kirchstraße.  Die Sorge der Anwohner wegen der unbegreiflichen Kindertaxi-Gepflogenheiten und des Durchgangs- und Schleichverkehrs, insbesondere mit höherer als erlaubter (7KM/h) Geschwindigkeit, haben wir verstanden. Insbesondere an einer Inklussionsschule, an einem Altersheim, einer Schule  und  der Kirche, auf dem Weg zum Kindergarten und zur Bibliothek:  Eine engmaschige, effiziente Überwachung durch die Behörden, wie das Gesetz es vorsieht und von den Bürgern beschlossen, wäre uns lieber gewesen. Nun haben wir eine Lösung, die manche  Bürger sehr befriedigt, viele Bürger aber  unverstanden zurücklässt...U.E hat sich „ das Amt“  es hier zu einfach gemacht und vor den laufenden Verstößen  schlicht kapituliert....


Gern auch hätten wir die Neubebauung der Schwanenwiese, so wie sie jetzt durchgeführt werden soll, mehr beeinflusst: Der entstehende Baukörper ist u.E. zu urban für ein Dorf, am Ortseingang zu dominierend, zu hoch, zu wuchtig. Aber: Ökologische Bedenken wie Lichteinfall und  (Tal-) Durchlüftung seien  unbegründet, die heftige Nähe zum (historischen) Bestand sei ja schon immer so (schlecht) gewesen und habe also so  zu bleiben......Wir sind fest der Überzeugung dass wir  bezahlbaren Wohnraum dringend benötigen, gerade in naher Zukunft, stehen aber zum Prinzip von Augenmaß und Zumutbarkeit.  Per Dictum durch den Oberbürgermeister wurde die „Wohnmaschine“ dann durchgedrückt.

Im ewigen Verfahren um das Neubaugebiet „Junge Hälden“  haben wir alle Diskussionen lebhaft mit durchkämpft, abgewägt, Prügel eingesteckt, gestaltet und Verständnis für Manches und Manchen gezeigt: Letztendlich aber sind wir nun  der Meinung, dass dauernde Verzögerung durch "Optimierungsstreben", das  als Selbstzweck verstanden werden könnte,  dem Wohnbedürfnis der Bürger nicht übergeordnet werden kann und nach dem heutigen, wohldiskutierten Stand nun auf baldige Umsetzung gedrängt.

Dieser bunte Zusammenschnitt aus unserer Tätigkeit  zeigt Ihnen einige Stationen des letzten Jahres auf. Wie gesagt finden unsere örtlichen Medien und die BNN  seit einiger Zeit keinen Platz für die FDP mehr, für deren Erfolge auch nicht...

Woran das liegen mag?


Ihr

Hans Ritzel
OR, FDP Grötzingen

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